Wie Start-ups und mittelständischen Unternehmen eine aktive Kommunikation in einer Krise hilft

Die aktuelle Corona-Krise stellt uns weltweit vor neue Herausforderungen. Die Politik fährt aktuell „auf Sicht“ und trifft täglich Entscheidungen zur bestmöglichen Steuerung des Heute und Jetzt. Die Handlungsempfehlungen und Maßnahmen erfordern dabei teils gravierende Einstellungs- und Verhaltensänderungen aller, die wiederum massiv das Wirtschaftsleben beeinflussen und deren Auswirkungen für Unternehmen über 2020 hinaus spürbar sein könnten.

Ob Industrie oder Dienstleistung, ob Start-ups, Selbstständige, Mittelstand oder Konzern: die Krise trifft alle. Umso schwieriger ist es, sich bei relevanten Ansprechpartnern Gehör zu verschaffen. In der Regel erfordert eine Krisenkommunikation eine umfassende und strukturierte Vorbereitung vor der Krise. Aufgrund der Dynamik der aktuellen Situation konzentriert sich dieser kleine Leitfaden auf wenige, aber zentrale Aspekte, mit denen Start-ups, Selbstständige sowie mittelständische Unternehmen (KMUs) aktiv und wirksam auf sich und ihre Situation aufmerksam machen können.

1) Machen Sie es einfach

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind für Unternehmen vielfältig und umfangreich, eventuell sogar dramatisch. Führen Sie daher alle Fakten mit entsprechenden Auswirkungen zusammen. Um in einer späteren Kommunikation wirksam zu agieren, ist es jedoch nicht notwendig, alles zu sagen. Das was Sie sagen, muss jedoch wesentlich und vor allem wahr sein. Bündeln und priorisieren Sie. Nehmen Sie Komplexität aus Ihrer Faktenlage und deren Auswirkungen raus – und machen Sie diese so einfach wie nur möglich.

2) Formulieren Sie klar und eindeutig

Nachdem Sie Ihre Faktenlage und deren Auswirkungen vorliegen haben, können Sie wirkungsvolle Aussagen formulieren. Je klarer und eindeutiger diese sind, desto verständlicher werden Sie mir Ihrer Kommunikation. Hilfreich ist unter anderem der „Wenn-Dann“-Ansatz. Diesen kennen Sie als wirksame Verbraucheransprache aus der Werbung: „Wenn Sie im Zeitraum x1 bis x2 kaufen, dann bekommen Sie y Prozent“. Auch Sie sprechen schlussendlich Menschen an, beispielsweise Ihre Geschäftspartner oder den Banker Ihres Vertrauens. Nutzen Sie diesen klaren und eindeutigen Formulierungsansatz – sowohl bei positiven als auch bei negativen Auswirkungen.

3) Agieren Sie

In einer Krise ist es wichtig, zu agieren und das Heft das Handeln in der Hand zu haben. Definieren Sie handelnde Akteure, Abläufe und Zeitpunkte sowie die für Sie richtigen Instrumente und Kanäle. Hilfreich ist meistens schon eine einfache Matrix: Wer spricht zu welchem Thema? Wer spricht wann mit welcher Zielgruppe? Welche Botschaft ist für welche Zielgruppe wichtig? Wann kommunizieren wir nach innen, wann nach außen? Schaffen Sie Bewusstsein in der breiten Masse, zeigen Sie aber auch Verständnis und Empathie für Andere. Agieren Sie überlegt bei der Einschaltung der Presse oder einer Kommunikation über die sozialen Medien: diese können wirkungsvoll bei der Verbreitung Ihres Anliegens helfen, können aber auch bei Unbedachtheit zu einem Eskalationstreiber werden.

4) Bleiben Sie am Ball

Eine Krise ist selten nach kurzer Zeit vorbei oder vergessen. Die Corona-Krise wird lange nachwirken, auch da aufgrund eines derzeit fehlenden Impfstoffes weitere Infektionswellen möglich sind. Eine erfolgreiche Bewältigung der aktuellen Situation gibt Ihnen die Chance, Ihre Erfolgs-Story zu erzählen und zu teilen. Zeigen Sie ebenso Ihre Lerneffekte auf: Was haben Sie verändert? Wo und wie konnten Sie sich verbessern? Welche Vorteile haben relevante Zielgruppen davon? Eine Krise ist aus kommunikativer Sicht auch eine Chance. Nutzen Sie dies und stärken Sie nachhaltig die Reputation Ihres Unternehmens und Ihrer Marke.

Über den Erfolg einer Krisenkommunikation entscheiden letztendlich zahlreiche Faktoren. Dieser kleine Leitfaden bündelt und reduziert Notwendiges auf wenige Aspekte und soll beitragen, in der aktuellen Situation eine positive mentale Bereitschaft zu einer aktiven Kommunikation aufzubauen. Insbesondere soll aber er Start-ups, Selbstständigen und mittelständischen Unternehmen helfen, die keinen Krisen-Plan in der Schublade und keine oder nur eine kleine Kommunikations-Mannschaft an Bord haben.

Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie und Ihre Familie gesund bleiben. Ebenso hoffe ich, dass Sie als Start-up, als Selbstständiger oder auch als mittelständisches Unternehmen möglichst unbeschadet aus dieser Corona-Krise herauskommen.

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